Jazz live: Arabische Poesie trifft Jazz - Konzert mit dem Ethno-Jazz Quartett Masaaveröffentlicht am: 12.03.2018, 10:49


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Am Donnerstag, den 15. März gastiert in der Reihe Jazz Live im Dachtheater das Ethno-Jazz Quartett Masaa. Seit sich der libanesische Poet Rabih Lahoud und der Schweriner Trompeter Marcus Rust 2010 zufällig begegneten, haben sie zusammen mit Pianist Clemens Pötzsch und Schlagzeuger Demian Kappenstein eine zukunftsweisende, interkulturelle Musik geschaffen. Bei Masaa verweben sich tiefempfundene arabische Verse und zeitgenössischer Jazz, gehen Abend- und Morgenland eine lyrische Liaison ein. 

Ihr Konzept haben Masaa auf bislang zwei Alben umgesetzt, dem Debüt "Freedon Dance" (2012) und dem Nachfolger "Afkar" (2014). Bereits 2012 wurden sie mit dem Bremer Jazzpreis ausgezeichnet, daraufhin konnten sie zwei wichtige Weltmusikpreise Deutschlands gewinnen, den Publikumspreis des Creole- Wettbewerbs und die Fo?rder-RUTH. 
 
Von Beginn an ist es der Band ein großes Anliegen gewesen, ihre Arbeit nach außen zu tragen: Masaa haben erfolgreiche Tourneen nach Afrika und in Lahouds Heimat Libanon absolviert, im Sommer 2015 startete ihr Teamwork mit der israelischen Sängerin Yael Deckelbaum. Mit dieser Zusammenarbeit setzen Masaa ein Signal für die Unterstützung des Friedensprozesses zwischen jüdischer und arabischer Kultur. Im Mai 2017 veröffentlichten sie ihr drittes Album "outspoken" für das sie mit dem "Preis der deutschen Schallplattenkritik" ausgezeichnet wurden. Darüberhinaus ist Rabih Lahoud für dieses Album für den ECHO JAZZ 2018 in der Sparte "bester nationaler Sänger" nominiert. 

Rabih Lahoud studierte Komposition, klassisches Klavier, klassischen Gesang sowie Jazz-Gesang. Mit westlicher Musiktradition ebenso vertraut wie mit der Musikkultur seiner arabischen Heimat, interessiert ihn die Ambivalenz zwischen Orient und Okzident. Mit Markus Stockhausen gründete er die Band „Eternal Voyage”, mit der er 2009 eine CD veröffentlichte und u. a. in der Kölner Philharmonie auftrat. Er hat einen Lehrauftrag für Jazz- und Pop-Gesang an den Hochschulen in Düsseldorf und Hamburg. 

Marcus Rust entdeckte bei einem längeren Aufenthalt in Indien seine Leidenschaft und Interesse an traditioneller Musik fremder Kulturen. Diese prägen u. a. auch die Arbeit mit dem Organisten Christian Grosch im Duo „Zia”. Die Musiker widmen sich dabei der Verbindung von Jazz und traditioneller Musik verschiedener Kulturen und Jazz im Kirchenraum. Er hat einen Lehrauftrag für Jazztrompete an der UDK in Berlin. 

Clemens Pötzsch beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit der Verbindung traditioneller Folklore und modernen Spielformen des Jazz. Als Kind sorbischer Eltern ist er vor allem von traditioneller slawischer Musik geprägt und integriert diese in seiner Band „Slavicon”. Als Komponist schreibt er auch für das sorbische Nationalensemble. 

Damian Kappenstein veröffentlichte mit dem „Ring Ensemble” eine CD, bei der die Musiker seines Jazztrios „Ring” mit einem Ensemble historischer Saiteninstrumente zusammenarbeiteten. Mit seinem Soloprogramm „Travel Suite” verarbeitet er Erfahrungen von seinen Reisen durch Länder wie etwa den Kosovo, Taiwan, Türkei oder Israel. Kappenstein arbeitete mit Musikern wie Giora Feidman, Kurt Rosenwinkel und Miss Platnum.

Konzertbeginn im Theater am Wall ist um 20:00 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.

 

Vorverkauf: Kulturbüro Warendorf, Kurze Kesselstraße 17, Telefon 02581/54-1414; Tourist-Information Warendorf, Emsstraße 4, Telefon 02581/54-5454 oder online unter www.theateramwall.de sowie allen Vorverkaufsstellen der ADticket GmbH unter www.adticket.de.