Das Warendorfer ProVinz-Ensemble präsentiert "Tiefland"veröffentlicht am: 10.03.2015, 12:39


Nach dem großen Erfolg in den vergangenen Jahren, als unter der Regie von Marcel Höfs die Stücke „Cinderella auf dem Dorfe“, „Love me, gender“, „Der Warendorfer Wunderdoktor“ oder im vergangenen Jahr „Café der verlorenen Jugend“ aufgeführt wurden, geht es für das Projekt „ProVinz – Daumen hoch für das Schauspiel auf dem Lande“ jetzt schon in die fünfte Saison. Und auch das Theater am Wall ist erneut Partner in dem kreisweiten Projekt. Auch wieder dabei ist Marcel Höfs, Schauspieler, Dramaturg, Regisseur und Sprecher mit zumindest schulischen Wurzeln in Warendorf.

 

Das Warendorfer ProVinz-Ensemble ist in diesem Jahr mit zehn Schauspielern das größte Ensemble der Partnerkommunen. Und einmal mehr steht eine von den Darstellern gemeinsam mit Marcel Höfs konzipierte Eigenproduktion auf dem Programm. „Tiefland“ spielt in einer Herr-der-Ringe-artigen Fantasiewelt, hat aber einen sehr realistischen Hintergrund: Lea ist ins Koma gefallen und erlebt ein einem Traum – in ihrem persönlichen „Tiefland“ – wie sich die traumatischen Ereignisse ihres Lebens verweben mit den Problemen und Figuren in der Fantasy-Welt. Ein kurzer Einblick in die Geschichte: Es ist unerklärlich, Lea erwacht in einer ihr völlig fremden Welt. Eine Welt, die bevölkert ist von Elfen, Zwergen und Zauberern. Sie gerät in eine Gemeinschaft von mutigen Abenteurern, die auf der Suche sind nach dem magischen Mondkristall. Prinzessin Chiara, Herrscherin über Tiefland, liegt im Sterben. Nur der Mondkristall kann sie retten. Widerwillig schließt sich Lea der Truppe an und versucht, sich der bösen Prinzessin Ombra entgegenzustellen. Und sie beginnt zu verstehen, dass von dem Erfolg der Mission auch ihr Leben abhängt.

 

Einige der jungen Schauspieler sind in so genannten Fantasy-Rollenspiel-Gruppen wie „D&D“ oder „Live-Action-Role-Playing“ aktiv und daher ausgerüstet mit Kostümen, Maskenteilen und Schaumstoff-Schwertern. Dadurch bedingt kam auch die Idee für das Stück aus dem Ensemble heraus. Und noch einen Beweis tritt die Warendorfer Produktion an: dass Inklusion auch im schauspielerischen Bereich ein Ensemble bereichern kann. Der fast 19jährige Everswinkler Laszlo Friedemann, Schauspieler mit Down-Syndrom, agiert wie selbstverständlich auf der Bühne und spielt in der Geschichte um Leas Koma-Traum eine entscheidende Rolle.

 

Schon bei der Premiere in Oelde und einer weiteren Aufführung in Ahlen erntete diese nunmehr fünfte Warendorfer ProVinz-Produktion sehr viel Applaus. Am Sonntag, 15. März um 17.00 Uhr wird „Tiefland“ nun auch im Theater am Wall aufgeführt. Gemeinsam mit der Ahlener ProVinz-Produktion „Irre alte Welt“ von James Saunders. Karten sind zu Preisen von 8,00 € (ermäßigt 5,00 €) an der Tageskasse des Theater am Wall erhältlich.